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1. Tag
Nach einer sehr turbulenten Landung stiegen wir bei Sonnenschein und ca. 17 Grad aus dem Flugzeug aus. Trotz der späten Ankunft rollten wir in einer 16-köpfigen RSG-Gruppe noch etwa 1 1/2 Stunden über mallorquinischen Boden.
2. Tag
Wegen des langen und zähen Winters beschlossen wir ruhig zu beginnen. So fuhr eine Gruppe mit Doris 3 1/2 Stunden mit einem guten 24er Schnitt, die vermeintlich stärkere Gruppe fuhr mit Oscar etwas kürzer und langsamer.
Auch der erste Sturz ereignete sich bereits am 2. Tag. Durch einen plötzlichen Leistungseinbruch bei Stephan fuhr Peter mit Tempoüberschuss auf und kam zu Fall (dem Optiker fehlte der Durchblick). Der Sturz endete jedoch glimpflich und zog keine größeren Verletzungen nach sich.
3. Tag
Am Samstag wagte sich die fast komplette RSG-Truppe erstmalig in die Berge. Bergkönig an der Tankstelle war Steffen Liebschner, als Ossum-Junior eher überraschend. Auch der 9-jährige Florian hat sich tapfer geschlagen. Die folgende Abfahrt nach Pollenca wurde durch einsetzenden Regen getrübt und war daher von großem Respekt geprägt.
4. Tag
Am Sonntag war der Großteil der gelben Gruppe mit Doris als Guide unterwegs nach Santa Maria. Schon nach wenigen Kilometern ging kurzzeitig der Fachwart verloren, schaffte aber mit einer Energieleistung wieder den Anschluss. Über die Wellen von Campanet traten wir die Rückreise an und bei schönem Wetter war auch die Möglichkeit für eine erstmalige Einkehr im Café gegeben.
Alle hatten an diesem Tag mehr als 100 km auf dem Tacho, Streber Martin kam mit stolzen 150km zurück.
5. Tag
Am Montag ist die Gruppe aufgrund von schlechten Wetterbedingungen später gestartet. Der böige Wind erschwerte die Trainingsausfahrt beträchtlich, so dass wir schon nach 3 Stunden wieder am Hotel waren. Trotz der geringen Dauer war die Ausfahrt anstrengend und wir freuen uns auf den morgigen Ruhetag.
Am Abend gab Udo Bölts allen Interessierten sehr anschaulich und souverän einen Einblick in den Verlauf seiner langjährigen und erfolgreichen sportlichen Laufbahn.
6. Tag
Der planmäßige Ruhetag passte zufälligerweise auch gut zur verschlechterten Wetterlage. Alle lungerten irgendwie rum, bis auf die beiden später angereisten Nachzügler Nico und Timo. Beiden fuhren bei schlechtem Wetter über 100 km - Respekt !
7. Tag
Am Morgen gab es für uns ein böses Erwachen. Schnee gab es nicht nur auf den vom Hotel sichtbaren Bergen sondern auch in den Niederungen, so dass ein Start erst mal nicht möglich war. 3 Hartgesottene ließen sich nicht davon abhalten eine kurze Ausfahrt in kurz/kurz zu unternehmen...
Überbrückt wurde der Vormittag durch eine Info-Veranstaltung für Laufinteressierte durch den senegalesischen Masseur Mamadou.
Zur Freude der „Gelben" hatte der Wetterwart doch ein Erbarmen und durch einen großartigen Einsatz seinerseits ( ?) änderte sich die Wettersituation komplett und am Nachmittag war wider Erwarten doch ein Start möglich, so dass wir dann noch auf über 100 km kamen.
8. Tag
Am frühen Morgen bot Mamadou an, die theoretischen Tipps vom Vortag praktisch umzusetzen und lud vor dem Frühstück zum Lauftechnik-Training ein. Jutta war die einzige Frühaufsteherin der RSG, die dieses Angebot annahm.
Um 10.00 Uhr starteten die Gelben in verschiedenen Leistungsgruppen. Während die etwas schwächeren Gruppen mit 80 km bzw 100 km ins Ziel kamen, erreichte die Speed-Gruppe mit Udo Bölts als Lokomotive nach 140 km mit einem 30-er Schnitt ( ! ) das Hotel.
9. Tag
Am letzten offiziellen Trainingstag verteilten wir uns auf 4 verschiedene Gruppen, wovon nur eine am Ende wirklich zufrieden war. Diese war zum Cap Formentor unterwegs und hatte einen schönen Tag.
Der 2.Sturz im Trainingslager ging wie auch der 1. zum Glück glimpflich aus (Jutta). Nennenswert ist auch noch die Leistung unseres Strebers Martin, dieser kam mit knapp über 200 km zurück.
Das Wetter scheint sich jetzt in Richtung Frühling zu entwickeln - für uns kommt das leider etwas spät....
10. Tag
Der letzte Tag, fast traditionell in die schöne Bucht von Cala Vicence. Nach kurzem Fotoshooting (war doch ziemlich windig) fuhren wir locker durch die Gärten zurück ins Hotel. So hatten wir alle nach vorübergehenden Irritationen bezüglich der Leihräder noch eine entspannte Abschlußfahrt, einige wenige hängten noch ein paar Kilometer dran.
Der Flug nach Deutschland war wieder etwas wackelig, aber zumindest erwartete uns dann in Paderborn kein Frost !
Fazit:
Auch 2010 war wie immer ein schönes Trainingslager und es gab zum Glück keine Beinträchtigungen durch Krankheit oder größere Verletzungen. Die größte RSG-Gruppe die je in Mallorca unterwegs war (20 !) harmonisierte prächtig obwohl das Altersgefälle über 50 Jahre betrug. Sicher hatten wir schon besseres Wetter, aber alle Trainingseinheiten konnten absolviert werden und zum Sonnenbaden waren wir schließlich nicht da.
Mit Ex-Telecom-Profi Udo Bölts hatten wir einen großartigen Guide, der besonders unsere junge Speedgruppe motivierte und vieles mit auf den Weg geben konnte.
Für die HM-Berg im September gab er uns die Zusage für einen Besuch, wir freuen uns sehr.
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